Strukturierte Produkte: Nicht spekulieren, sondern optimieren

  •  MathFinance-Gründer Prof. Wystup veröffentlicht Neuauflage seines Standardwerks zu strukturierten Produkten
  • Das Einsatzgebiet insbesondere von Derivaten auf Devisen verändert sich immer schneller
  • Wachsende Bedeutung von Handelsplattformen

Frankfurt, den 10. August 2017. Strukturierte Produkte haben in den vergangenen Jahren an Komplexität und Differenzierung gewonnen und eine deutliche Ausweitung ihres Einsatzgebietes erfahren: Sie dienen heute einerseits der Risikooptimierung von Unternehmen und institutionellen Anlegern sowie zunehmend der Portfoliooptimierung von Privatanlegern. Das ist eine der Schlussfolgerungen der Neuauflage des Standardwerkes „FX Options and Structured Products“ von Professor Uwe Wystup, das in diesen Tagen erschienen ist. „Strukturierte Produkte finden heute in Unternehmen und im Private Banking ihren Einsatz unter gewachsenem Risikobewusstsein, um etwa das Risiko aus Devisenpositionen abzusichern“, so Wystup, Gründer und Leiter der MathFinance AG.

Wie schon in der Erstauflage von „FX Options and Structured Products“ aus dem Jahr 2006 beschreibt Wystup detailliert und praxisnah die enorme Vielzahl von Standard- und exotischen Optionen, Devisenderivaten und strukturierten Produkten, ihre Einsatzmöglichkeiten im Treasury oder im Zertifikatemarkt und erklärt unter anderem, wie die Banken damit Geld verdienen. „Natürlich hat sich in den vergangenen zehn Jahren die Welt der strukturierten Produkte verändert“, so Wystup. Target Forwards etwa, die heute zum Standardrepertoire bei Devisenabsicherungsstrategien gehören, waren vor zehn Jahren noch kaum bekannt.

Darüber hinaus wurden in der zweiten Auflage weitere neue Produkte aufgenommen wie etwa KiKos und PRDCs, zudem neue Rechnungslegungsstandards (IFRS9), Devisenfixings, Erfahrungen aus Gerichtsfällen sowie Fallstudien für Firmenkunden und Kommunen, die vornehmlich Risiken aus dem Devisenbereich absichern wollen, etwa im Umgang mit dem Brexit oder einem plötzlichen Devisenkursrutsch wie vor zwei Jahren beim Schweizer Franken. „Vor allem ist klargeworden, dass beim Einsatz dieser Finanzinstrumente eindeutige Managementrichtlinien vonnöten sind, die etwa klare Vorgaben für einen Exit geben, um Verlustrisiken zu minimieren. Wir reden hier nicht von buy-and-hold-Produkten“, so Wystup. Gerade Kommunen machten in den vergangenen Jahren mit strukturierten Zins- und Währungsswaps schmerzliche und teure Erfahrungen, weil sie beim Einsatz dieser Instrumente keine Ausstiegsstrategien entwickelt hatten.

Für die Emittenten haben vor allem die schnell voranschreitende Digitalisierung und die strengere Regulierung Auswirkungen. Wurde noch vor wenigen Jahren der Preis von strukturierte Produkten anhand von individuellen Methoden mehr oder weniger per Hand berechnet, sind es heute Handelsplattformen, die in Sekundenschnelle Preise stellen und dabei deutlich geringere Margen lassen. Anbieter, die hier den technologischen Anschluss verpassen, verlieren sehr schnell an Wettbewerbsfähigkeit.

Das Werk richtet sich sowohl an Praktiker in Banken und Unternehmen als auch an Lehrende und Studierende. Zahlreiche Praxisbeispiele sowie Übungsaufgaben veranschaulichen die Inhalte zusätzlich. Neu mit der zweiten Auflage ist ein vollständiges Lösungsheft zu den Übungsaufgaben. Detaillierte Informationen erhalten Sie auf der Website von MathFinance unter http://fxoptions.mathfinance.com.

Die MathFinance AG ist ein inhabergeführtes, unabhängiges Finanzinstitut, das auf die Berechnung und Bewertung von Preis-, Hedging- und Risikomanagementmodellen spezialisiert ist. MathFinance arbeitet für Finanzinstitute, institutionelle Investoren, Unternehmen und die öffentliche Hand. MathFinance bietet Lösungsmodelle für Fragen rund um Marktvolatilität, Regulatorik und Risikomanagement. Gründer und Vorstandsvorsitzender ist Prof. Dr. Uwe Wystup, Professor für Optionsbewertung und Devisenderivate an der Universität Antwerpen und Honorarprofessor für Quantitative Finance an der Frankfurt School of Finance & Management. Zuvor arbeitete Prof. Wystup für zahlreiche Großbanken, unter anderem leitete er den Bereich Global Structured Risk Management bei der Commerzbank. Die MathFinance AG hat ihren Sitz in Frankfurt und verfügt über Filialen in Singapur und London.

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Thomas Luber
MathFinance AG
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